Next Stop: Tianjin

Next Stop: Tianjin

Die Handmade-Worldtour heißt herzlich Willkommen in Tianjin. Die Megastadt, die kürzlich Teil der integrierten Wirtschaftsregion mit den angrenzenden Städten Peking und Hebei geworden ist, ist Industriezentrum, Verkehrsknoten und kultureller Mittelpunkt mit Universitäten, Hochschulen, Museen und Baudenkmälern. Die integrierten Wirtschaftsregionen sind Teil der Wirtschaftsstrategie „Made in China 2025“, die auf eine Wertschöpfung der Industrie zielt.

Tianjiin ist jedoch auch berühmt für traditionellen Holzschnitt und Wandmalereien, die zum chinesischen Neujahr – wie es kürzlich gefeiert wurde – viele Wohnräume zieren. Die spannende Kombination aus neuen Arbeitsentwürfen, intelligenter Integration und Wertschätzung von Tradition und Innovation machen Tanjin zu einer interessanten Station der „Handmade-in-Germany“-Worldtour.

Tianjin ist eine wichtige Hafenstadt der Volksrepublik China und beheimatet einen der zehn meist frequentierten Häfen der Welt. Das gesamte Verwaltungsgebiet der Stadt hat eine Fläche von 11.943 m2. Tianjin ist eine der vier Regierungsunmittelbaren Städte in China, das heißt sie ist der Zentralregierung in Peking direkt unterstellt und hat damit denselben Status wie eine Provinz. Die Stadt mit 7 Millionen Einwohnern liegt im Norden Chinas, südöstlich von Peking, am Zusammenfluss des Hai He mit dem Kaiserkanal, der das eindrucksvolle und diverse Stadtbild maßgeblich bestimmt. Die günstige logistische Lage der Stadt, machen Tianjin zusätzlich spannend für ausländische Unternehmen.

Die Geschichte Tianjins vom Fischerdorf zur modernen Handelsmetropole reicht viele Jahrhunderte zurück und ist stark mit der Geschichte der Hauptstadt verknüpft. Vom 11. bis 14. Jahrhundert war Tianjin ein kleiner Seehafen, der für den kaiserlichen Hof als Getreidelager hohe Bedeutung hatte. Später, als ursprünglich unabhängige Reiche im Süden Chinas unterworfen wurden, war die Stadt Durchgangshafen für die Tribute und Lieferungen aus jenen Reichen an die Hauptstadt. Während der Yuan-Dynastie im 13. Jahrhundert wurde schließlich der durch Tianjin führende Kaiserkanal fertiggestellt und bis nach Peking verlängert.

Den Namen Tianjin erhielt die Stadt vom Kaiser Zhudi während der frühen Jahre der Ming-Dynastie (1368–1644). Zu dieser Zeit erhielt die Stadt seine Vorrangstellung als Hafen für Peking und stark befestigte Garnisonsstadt. Später, unter der Qing-Dynastie (1644–1911), entwickelte sich Tianjin zu dem florierenden Handelszentrum, was es bis heute geblieben ist.