Handmade Hong Kong

Handmade Hong Kong

Mit Hong Kong erreicht die „Handmade-in Germany“-Worldtour ihren nächsten Ausstellungsort. Im März präsentiert sich die Tour deutscher Manufakturarbeit und Designobjekte im dortigen UMAG Museum and Art Gallery. Neben zahlreichen eigenen Sammlungen aus den Bereichen Bronze, Keramik, Malerei, Skulptur Holz und Möbel, zeigt das Museum regelmäßig Ausstellungen von zeitgenössischer bis altertümlicher chinesischer und westlicher Kunst. Daneben finden kontinuierlich Talks für Studenten, Besucher und Interessenten statt. In der zugehörigen Tea Gallery kann man die chinesische Teekultur in Zeremonien und Präsentationen außerdem hautnah erleben.

Hong Kong ist eine eindrucksvoll vielfältige Stadt. Das zerklüftete Stadtgebiet verteilt sich auf eine Halb- und mehrere Hundert Inseln, die kontinuierlich anwachsen. Mit den steigenden Bevölkerungszahlen und dem fortwährenden Bauboom entstehen sogenannte „New Territories“ förmlich aus dem Nichts. Die sieben Millionen Einwohner, die auf einer Fläche von 1104 km2 leben, machen die im Mündungsgebiet des Perlflusses gelegene Metropole heute zu einer Mega-City.

Chinesisch und Englisch sind zwar die beiden Amtssprachen, prägend für die Kulturszene allerdings ist der überwiegende Anteil von Einwohnern mit chinesischer Abstammung und vornehmlich kantonesischer Muttersprache, die 95 Prozent der Stadtbevölkerung ausmachen. Die Vielfalt der Sprachen spiegelt sich ebenso in den verschiedentlich praktizierten Religionen wider. Zwischen Buddhismus, Konfuzianismus und Katholizismus besteht eine tolerante Koexistenz. Zeugnisse dieser mannigfaltigen Weltanschauungen sind die sakralen Bauwerke, wie beispielsweise der auf dem Hügel erbaute buddhistische Tempel der Zehntausend Buddhas in Shatin, die am südlichen Rand des Kowloon Parks angrenzende Moschee oder die größte anglikanische Kirche Saint John’s Cathedral, die heute inmitten des Central District liegt. Der besondere Status Hongkongs manifestiert sich in der Bezeichnung als Sonderverwaltungszone an der Südküste der Volksrepublik China. Seitdem 1841 Hongkong während des Ersten Opiumkrieges von Großbritannien besetzt und zwei Jahre später zu dessen Kolonie ernannt wurde, bot diese in der Zeit des Chinesischen Bürgerkriegs (1927 bis 1949) einen Schutzraum für zahlreiche Chinesen, die aus ihrer Heimat aufgrund der militärischen Konflikte um die politische Führung in China flüchteten.

Nachdem 1997 die staatliche Hoheit an die Volksrepublik China übertragen wurde, genießt Hongkong als chinesische Sonderverwaltungszone das Privileg einer freien Marktwirtschaft und weitestgehender Autonomie.

 

Exhibition: March 01 – March 05, 2017

UMAG Museum and Art Gallery
The University of Hong Kong
90 Bonham Road
Pokfulam, Hongkong

Opening hours
Mo – Sa: 09:30 am – 06:00 pm
Sunday: 01:00 pm – 06:00 pm